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Re-Figuration von Räumen

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Der Sonderforschungsbereich 1265 „Re-Figuration von Räumen“, der zum 01. Januar 2018 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der TU Berlin eingerichtet wurde, untersucht die Veränderungen der sozialräumlichen Ordnungen, die seit den späten 1960er Jahren zu beobachten sind. Wir gehen davon aus, dass sich insbesondere mit der Intensivierung transnationaler Formen des Wirtschaftens, mit Umbrüchen in der globalen politischen Geographie und mit der Entwicklung und Verbreitung digitaler Kommunikationstechnologien die Welt grundlegend verändert. Dieser Wandel wird verstehbar, wenn man ihn räumlich analysiert.

Die Grundthese des SFB „Re-Figuration von Räumen“ ist es, dass durch die bislang als Globalisierung bezeichneten gesellschaftlichen Wandlungsprozesse die Beziehungen von Menschen zu ihren Räumen neu verhandelt, verändert und umgestellt werden.  Einen programmatischen Ausgangspunkt bildet die Annahme, dass sich komplementär zur zeitlichen Beschleunigung des kommunikativen Handelns räumliche Prozesse der Mediatisierung, Polykontexturalisierung und Translokalisierung vollziehen.

Über die Analyse räumlicher Transformationsprozesse möchte der Forschungsverbund einen Beitrag zum besseren Verständnis und zur Erklärung aktueller gesellschaftlicher Konflikte und Verunsicherungen leisten sowie – durch die erstmalige Einbeziehung von Architektur und Planung in einen SFB – auch alternative Gestaltungen öffentlicher Räume aufzeigen. Zugleich verspricht die Zusammenarbeit zwischen Soziologie, Geographie, Architektur, Medien- und Kommunikations­wissenschaft, Kunst und Planung erstens die Entwicklung innovativer raumwissenschaftlicher Methoden und zweitens eine durch den SFB ermöglichte Profilierung einer transdisziplinären Raumforschung.

Neben der TU Berlin sind die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Westfälische Wilhelms-Universität Münster sowie das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung e.V. (IRS) an dem Verbundprojekt beteiligt. Der SFB umfasst drei Projektbereiche mit insgesamt 15 Teilprojekten sowie ein Integriertes Graduiertenkolleg. Die Forschungen werden in den drei Projektbereichen „Raumwissen“, „Räume der Kommunikation“ und „Zirkulation und Ordnung“ organisiert, in denen jeweils unterschiedliche Facetten der Forschungsfragen nach dem „Wie“ der gegenwärtig ablaufenden Re-Figuration adressiert werden.

http://www.pressestelle.tu-berlin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2017/november_2017/medieninformation_nr_2082017/

 

 

Projektbereich A: Raumwissen
A01
Geographische Imaginationen: Sicherheit und Unsicherheit im Generationenvergleich
Ilse Helbrecht, Geographisches Institut,       HU Berlin
  A02
Bildung: Raumwissen von Kindern und Jugendlichen in der Planung
Angela Million, Institut für Stadt- und Regionalplanung, TU Berlin
A03
Waren und Wissen: Raumwissen von Konsumenten und Produzenten
Nina Baur, Institut für Soziologie, TU Berlin
Elmar Kulke, Geographisches Institut, HU Berlin

  A04
Architekturen des Asyls: Aneignungsprozesse in Flüchtlingsunterkünften
Philipp Misselwitz, Institut für Architektur, TU Berlin
  A05
Biographien der Mittelschichten: Raumbezüge im Wandel des Lebens
Gunter Weidenhaus, Institut für Soziologie, TU Berlin
Projektbereich B: Räume der Kommunikation
B01
Digitale städtebauliche Planungen: Planerisches Handeln und materiell-physische Anordnungen
Gabriela Christmann, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) Erkner
  B02
Zentren der Koordination: Die Polykontexturali­sierung von Macht in Kontrollräumen
Hubert Knoblauch, Institut für Soziologie, TU Berlin
B03
Smart Cities: Alltagshandlungen in digitalisierten Lebensräumen
Martina Löw, Institut für Soziologie, TU Berlin
Jörg Stollmann, Institut für Architektur, TU Berlin
  B04
Lokative Medien: Inklusion und Exklusion in öffentlichen Räumen
Ingo Schulz-Schaeffer, Institut für Soziologie, TU Berlin
  B05
Translokale Netzwerke: Öffentlichkeit im Social Web
Barbara Pfetsch, Institut für Publizistik & Kommunikationswissenschaft, FU Berlin
Annie Waldherr, Institut für Kommunika­tionswissenschaft, WWU Münster

 

Projektbereich C: Zirkulation und Ordnung
  C01
Die Grenzen der Welt: Prozesse von De- und Rebordering in globaler Perspektive
 Steffen Mau, Institut für Sozialwissenschaften,  HU Berlin
  C02
Nichtregierungsorganisationen: Strategien räumlicher Ordnungsbildung
Johanna Hoerning, Institut für Soziologie, TU Berlin
  C03
Doing Mini-publics: Translokalisierung von Politik
Jan-Peter Voß, Institut für Soziologie, TU Berlin
  C04
Die Welt in meiner Straße: Ressourcen und Netzwerke von Stadtbewohner/-innen
Talja Blokland, Institut für Sozialwissen- schaften, HU Berlin
Kunstforschung, Öffentlichkeitsarbeit, Graduiertenkolleg
    Ö
Raummigration & Tourismus
Stefanie Bürkle, Institut für Architektur, TU Berlin
  MGK
Integriertes Graduiertenkolleg
Martina Löw, Institut für Soziologie, TU Berlin
Philipp Misselwitz, Institut für Architektur, TU Berlin

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